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Selbstfürsorge und Stressbewältigung für Betreuungskräfte

Organisation admin · 04.03.2026 · 04.03.2026

Belastungen im Betreuungsalltag

Betreuungskräfte in der OGS arbeiten unter anspruchsvollen Bedingungen: große Gruppen, hoher Lärmpegel, emotionale Belastung durch Kinder mit schwierigen Lebenssituationen, unzureichende Personalausstattung und oft befristete oder schlecht bezahlte Arbeitsverträge. Studien des DJI zeigen: Die Arbeitszufriedenheit im Ganztag ist hoch, aber die Belastung auch.

Stressoren erkennen

Typische Stressoren: Zeitdruck (kurze Übergänge, parallele Aufgaben), Lärm (dauerhaft über 80 dB in Gruppenräumen), emotionale Anforderungen (Konflikte, Kinderschutzfälle), fehlende Pausen und mangelnde Wertschätzung. Warnsignale für chronischen Stress: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Rückzug von Kolleg*innen, häufige Krankheit.

Strategien für den Alltag

  • Mikropausen: 5 Minuten bewusst durchatmen, Fenster öffnen, Tee trinken
  • Kollegiale Beratung: Regelmäßiger Austausch im Team über belastende Situationen
  • Supervision: Professionelle Reflexion (trägerfinanziert, mindestens vierteljährlich empfohlen)
  • Abgrenzung: Dienstliche Probleme nicht mit nach Hause nehmen — bewusstes Ritual am Feierabend
  • Fortbildungen: Nicht nur fachlich, auch zur eigenen Gesundheitsförderung

Strukturelle Rahmenbedingungen

Selbstfürsorge ist nicht nur individuelle Aufgabe — der Träger muss Rahmenbedingungen schaffen: feste Pausenzeiten, Lärmschutzmaßnahmen (Akustikdecken, Raumteiler), Teamzeiten für Planung und Reflexion, ein betriebliches Gesundheitsmanagement und Vertretungsregelungen die funktionieren.


Quellen: - DJI (2022): Arbeitsbedingungen im Ganztag — Ergebnisse der StEG-Studie - DGUV Information 202-093: Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Schule - BZgA (2023): Lehrkräftegesundheit — Prävention und Gesundheitsförderung - GEW (2023): Arbeitsbelastung in der Ganztagsbetreuung — Positionspapier - Schaarschmidt, U. (2020): Halbtagsjobber? — Psychische Gesundheit im Lehrerberuf. Beltz