Übergang Kita-Grundschule begleiten
Transition als pädagogische Herausforderung
Der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule (und damit oft auch in die OGS) ist für Kinder einer der bedeutsamsten Übergänge in der frühen Kindheit. Das DIPF (Leibniz-Institut für Bildungsforschung) beschreibt Transitionen als Phasen intensiver Lernprozesse, die sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Eine gelingende Transition hängt maßgeblich von der Kooperation zwischen Kita, Schule und OGS ab.
Kooperationsmodelle
Die KMK empfiehlt seit 2009 eine systematische Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule. Bewährte Modelle: gemeinsame Elternabende vor der Einschulung, Schnuppertage in der OGS für Vorschulkinder, Patensysteme (ältere Grundschulkinder begleiten Erstklässler), gemeinsame Fortbildungen für Erzieherinnen und OGS-Betreuerinnen und ein standardisierter Informationsaustausch (mit Einverständnis der Eltern).
Eingewöhnung in der OGS
Die ersten Wochen in der OGS entscheiden über das Wohlbefinden des Kindes im gesamten Schuljahr. Empfehlenswert: ein fester Ansprechpartner für jedes neue Kind (Bezugsperson), klare Tagesstruktur mit Ritualen (Begrüßungskreis, feste Essenszeiten), Rückzugsmöglichkeiten für überforderte Kinder und regelmäßige Rückmeldung an die Eltern in den ersten Wochen.
Resilienzförderung
Kinder, die Übergänge gut bewältigen, entwickeln Resilienz — die Fähigkeit, mit Veränderungen und Belastungen umzugehen. Betreuungskräfte können Resilienz stärken durch: stabile Beziehungen, Erfolgserlebnisse ermöglichen, Selbstwirksamkeit fördern und eine fehlerfreundliche Atmosphäre.
Quellen: - DIPF (2020): Transition Kita-Grundschule — Forschungsüberblick - KMK (2009/2022): Empfehlung zur Kooperation von Kita und Grundschule - Griebel, W. & Niesel, R. (2018): Übergänge verstehen und begleiten. Cornelsen - Fröhlich-Gildhoff, K. & Rönnau-Böse, M. (2019): Resilienz. UTB - Niedersächsisches Kultusministerium: Brückenjahr — Kooperation Kita-Grundschule