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Ernährung und gesundes Essen in der Betreuung

Ernährung admin · 04.03.2026 · 04.03.2026

DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat im Auftrag des Bundesernährungsministeriums Qualitätsstandards für die Schulverpflegung entwickelt (zuletzt aktualisiert 2024). Diese empfehlen: täglich Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, maximal zweimal pro Woche Fleisch, einmal pro Woche Fisch, Wasser als Standardgetränk und Reduktion von Zucker, Salz und gesättigten Fetten.

Snack- und Vesperzeit in der OGS

Neben dem Mittagessen ist die Vesperzeit (Nachmittagssnack) ein wichtiger Moment. Empfehlungen: Obst und Gemüsesticks bereitstellen, Vollkornbrot mit abwechslungsreichen Belägen, Joghurt oder Quark, Nüsse (Allergien beachten!) und Wasser oder ungesüßten Tee. Süßigkeiten sind kein generelles Verbot, aber sollten die Ausnahme sein.

Ernährungsbildung als pädagogischer Auftrag

Ernährungsbildung geht über Essen hinaus: Kochen und Backen als AG-Angebot, Kräutergarten oder Hochbeet auf dem Schulgelände, thematische Projekttage (z. B. „Woher kommt unser Essen?") und Tischkultur pflegen (gemeinsam decken, zusammen essen, Tischgespräche). Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) bietet kostenlose Unterrichtsmaterialien.

Allergien und Unverträglichkeiten

Lebensmittelallergien (Nüsse, Milch, Gluten, Ei) nehmen zu. Jede Einrichtung braucht: eine aktuelle Allergienliste pro Kind, geschultes Personal, einen Notfallplan bei anaphylaktischen Reaktionen und kennzeichnete Mahlzeiten (EU-Verordnung 1169/2011). Bei schweren Allergien: Notfallmedikamente (z. B. Adrenalin-Autoinjektor) griffbereit und Personal eingewiesen.


Quellen: - DGE (2024): Qualitätsstandard für die Schulverpflegung (5. Auflage) - BZfE (Bundeszentrum für Ernährung): Ernährungsbildung in der Schule - BZgA (2022): Gesund aufwachsen — Ernährung im Kindesalter - IN FORM (Bundesinitiative): Vernetzungsstellen Schulverpflegung - EU-Verordnung 1169/2011: Lebensmittelinformationsverordnung